Unterlagen und Dokumente zum alten EU-Programm „Jugend in Aktion“ (2007–2013)

Rückblick: Erasmus+ Fachtagung 2019

Am 8. Mai fand in der mumok Hofstallung im Museumsquartier die 5. Erasmus+ Fachtagung statt. Das diesjährige Motto war "Erlebtes Lernen - Potenziale erkennen & nutzen".

zur Presseaussendung


Die Fachtagung wurde veranstaltet vom IZ als österreichische Nationalagentur für Erasmus+ Jugend in Aktion & das Europäische Solidaritätskorps und vom OeAD, der österreichischen Nationalagentur für Erasmus+ Bildung. Moderiert wurde die Fachtagung von Marco Frimberger, im IZ stellvertretender Direktor der österreichischen Nationalagentur für Erasmus+ Jugend in Aktion, und Ernst Gesslbauer, im OeAD Leiter der Nationalagentur Erasmus+ Bildung.

Nach Ankommen und Häppchen begann die Fachtagung mit einer einleitenden Gesprächsrunde mit Andreas Schneider, Leiter der Abteilung Europäische und Internationale Familien- und Jugendpolitik im Bundeskanzleramt (Sektion Frauen, Familien und Jugend) und Andrea Schmölzer, Leiterin der Abteilung EU-Koordination und multilaterale Angelegenheiten im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Anschließend gab Sophie Beernaerts, Leiterin der Erasmus+ Koordination in der Europäischen Kommission, ein Update zur Vorbereitung auf die neue Programmgeneration. 

In der Keynote erklärte Bernd Hufnagl, Neurobiologe, Management-Berater und Autor, einige Grundprinzipien des Lernens: Lernen ist immer subjektiv geprägt. Erfahrungen, die Menschen machen, sind immer Geschichten. Oft reduzieren wir Lernen auf Auswendiglernen oder Wissensaneignung. Durch Erfahrungen, wie sie Menschen zum Beispiel im Rahmen von Erasmus+ machen, lernen sie jedoch auch - und zwar auf einer viel tieferen Ebene. Gerade diese Vielfalt von Lernen ist es, die zählt. Beim Lernen dürfen sich nie Erfolg und Zahlen selbstständig machen, Optimierung nie zum Selbstzweck werden. Eine gesunde Leistungskultur dürfe nicht in eine zerstörerische Erfolgsgesellschaft umschlagen. Wie geht das? Intrinsische Motivation ist ganz wichtig und Voraussetzung für einen echten Bildungsprozess.

Nach einer Kaffeepause durften die Teilnehmer*innen selbst aktiv werden: In einem World Café, moderiert von Elisabeth Hanzl, tauschten sie sich darüber aus, wie sie Lernen im Rahmen von Erasmus+ Projekten bisher erlebt haben und was ihnen aus diesen Erfahrungen heraus zukünftige Lernerfahrungen in den Programme wichtig ist. Auch dabei kommt eine Vielfalt an Lernerfahrungen zusammen.

"Das ist etwas, was wir uns für die Programme mitnehmen: Wir wollen sicherstellen, dass gerade diese Vielfalt an Lernen, über die wir hier gesprochen haben, weiterhin passieren kann", schloss Marco Frimberger die  Austauschrunden ab. Die Fachtagung klang anschließend bei einem Get-together gemütlich aus.