Unterlagen und Dokumente zum alten EU-Programm „Jugend in Aktion“ (2007–2013)

Österreichischer Jugendpreis für Erasmus+ Jugend in Aktion-Projekte

Am 7. November 2018 wurde in Wien der Österreichische Jugendpreis an nationale und grenzüberschreitende Projekte aus dem Jugendsektor verliehen. Im Rahmen der Kategorie „Europäische Initiativen" wurden „Erasmus+ Jugend in Aktion"-Projekte geehrt, die Impulse für das Zusammenleben in einem geeinigten Europa sowie für die Mobilität junger Menschen gesetzt haben. Jugendministerin Bogner-Strauß gratulierte den fünf Preisträger-Projekten zu ihrem Engagement und überreicht ihnen feierlich den Österreichischen Jugendpreis.

Im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+: Jugend in Aktion" werden jährlich über 190 Mobilitätsprojekte im Bereich der außerschulischen Jugendarbeit gefördert. Diese Möglichkeit des Austausches und der Begegnung junger Menschen über Landesgrenzen hinweg, trägt in besonderer Weise zur Stärkung des europäischen Gedankens und zum kulturellen Austausch und Engagement von Jugendlichen bei. Zugleich fördert das Programm den Erfahrungsaustausch sowie Wissenstransfer zwischen JugendarbeiterInnen in Europa. „Ich bin beeindruckt von allen Projekten, die eingereicht wurden. Als Jugendministerin weiß ich das breite Spektrum der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sehr zu schätzen. Um diese Leistung sichtbar zu machen, bietet der Jugendpreis eine sehr gute Plattform“, erklärt die Ministerin.

Jugendliche stärken und Wissen austauschen  

Solidarität, Europäische Werte, Flucht und Migration, Umgang mit Hass im Netz, Toleranz und Menschenrechte waren Themen, mit denen sich die Jugendlichen und JugendarbeiterInnen in ihren grenzüberschreitenden Projekten auseinandergesetzt hatten. So beschäftigten sich die Jugendlichen bei der von den Jungen Europäischen Föderalisten Steiermark organisierten Jugendbegegnung „We feel safe!?“ mit den Auswirkungen von Flucht und Migration auf das Sicherheitsgefühl. Wie Solidarität unter jungen Menschen gefördert werden kann und Zivilcourage von Jugendlichen gestärkt wird, das war Thema bei einem Fachkräfteaustausch von JugendarbeiterInnen im Mühlviertel. Um Menschenrechtsbildung ging es beim ausgezeichneten Projekt des Vereins Grenzenlos, bei dem JugendarbeiterInnen aus insgesamt 15 Ländern in Wien zusammenkamen. Die Marktgemeinde St. Georgen am Walde hatte im Rahmen einer Jugendbegegnung insgesamt 60 Jugendliche aus sechs europäischen Gemeinden eingeladen. Gemeinsam wurden Konzepte gegen Ausgrenzung erarbeitet und Grundgedanken wie Toleranz, Zusammenhalt und Zusammenarbeit spielerisch vermittelt. „Durch die gemeinsame Beschäftigung mit einem Thema lernen sich die Jugendlichen besser kennen. Sie können von unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven profitieren, eigenes Wissen einbringen und neue Erkenntnisse gewinnen“, erklärt Gerhard Moßhammer, Leiter des IZ - Österreichische Nationalagentur Erasmus+ Jugend in Aktion, die Besonderheit dieser EU-geförderten Projekte.

Freiwillig im Einsatz

Auch Freiwilligeneinsätze junger Menschen in anderen Ländern werden von der EU gefördert. Die Initiative Rückenwind der AK Tirol organisiert solche Einsätze für Jugendliche, die aus schwierigen Verhältnisse kommen und zusätzliche Unterstützung bei ihrem Auslandseinsatz benötigen. Die Jugendlichen beteiligten sich u.a. an der Restaurierung eines Fischerbootes in England und erlernten dadurch neue technische Fertigkeiten. Zugleich konnten sie ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern und Selbstbewusstsein tanken. „Um solche Projekte umzusetzen, benötigt es engagierte Menschen, die sich für Jugendliche einsetzen und ihnen die Möglichkeit eröffnen, in Europa aktiv zu werden. Wir freuen uns, dass dieses außergewöhnlich Engagement mit dem Österreichischen Jugendpreis gewürdigt wird“, freut sich Moßhammer.

Die ausgezeichneten Projekte im Portrait finden sich hier